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Bautzen/Görlitz: Wie werden Spree, Schwarze Elster und Neiße sauber?

Strukturwandel betrifft nicht nur die Menschen in der Oberlausitz, sondern auch die Natur. Denn das Ende des Bergbaus und der absehbare Klimawandel w…

Fakten

  • Die EU finanziert ein Projekt mit 2,7 Millionen Euro, um die Wassergüte in den Flüssen Schwarze Elster, Spree und Neiße zu verbessern.
  • Das Projekt soll bis Mitte 2029 abgeschlossen sein.
  • Die Wasserqualität in den Flüssen hat sich seit der Wende erheblich verbessert.
  • Es gibt jedoch noch Luft nach oben, was bedeutet, dass die chemische Zustand der Flüsse nicht gut ist.
  • Die Bewertung der Vielfalt des Lebens im Wasser und die Struktur generell oder auch die Durchgängigkeit der Gewässer für Fische sind ebenfalls nicht optimal.
  • Die vier Abschnitte der Schwarzen Elster wurden zwischen 3 und 5 bewertet, wobei der Abschnitt zwischen Kamenz und Schedel am schlechtesten ist.
  • Drei Abschnitte der Spree wurden mit ungenügend (4) bewertet, während ein Abschnitt mit einer 5 bewertet wurde.
  • Die Neiße hat sieben Teilabschnitte, bei denen die Spanne von mäßig bis schlecht liegt.
  • In allen drei Flüssen finden sich Schadstoffe, die über empfohlene Grenzwerte hinausgehen.
  • Pflanzenschutzmittel und Insektizide sind vor allem in den Flüssen gefunden worden.
  • Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sind gefährlich eingestuft.
  • In Neiße und Spree wurden vereinzelt auch erhöhte Arsen-Belastungen gemessen worden.
  • Der Nährstoffgehalt in Form von Phosphor und Stickstoff ist bei vielen Abschnitten über den Grenzwerten.
  • Die Projektmitarbeiter werden zu Detektiven, um die Quellen der Schadstoffeinträge zu finden und das Problem einzukreisen.
  • Es gibt künftige Entwicklungen im Visier, wie zum Beispiel das Ende des Kohleabbaus, das Auswirkungen auf die Wasserqualität haben kann.
  • Ein Fließgewässermodell wird entwickelt, um zukünftige Szenarien zu untersuchen und als Hilfsmittel für konkrete Maßnahmen vor Ort zu dienen.
  • Die Pflege der kleineren Gewässer obliegt den Gemeinden und ist oft eine Last.
  • In Ortslagen gibt es ein extrem hohes Potenzial, um die Flüsse naturnaher zu bewirtschaften.
  • Baumpflanzungen für den Schatten sind ein Mittel, um die Umwelt zu verbessern.
  • Die Frage, ob man das Flussufer nicht natürlicher abboschen kann, wird diskutiert werden müssen.
  • Ufer sollten auch abbrechen können, um die Natur wiederzuerlangen.
  • Das Projekt soll dazu beitragen, dass die Gemeinden und die Menschen sich für eine naturnahere Bewirtschaftung der Flüsse einsetzen.

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